Der Survival-Werk Blog


Kambium als Notnahrung

 

Zuallererst möchte ich gesagt haben: Das ist ausgemachter Blödsinn!

 

Aber...Ein Blödsinn der immer wieder zur Sprache kommt. Der Hintergrund dieses Gedanken ist folgende Aussage die man immer wieder hört: Im Kambium enthalten ist „Zucker“ und dieser Zucker sorgt eben für einen Nährwert, vor allem im Winter.
So ganz falsch ist das auch nicht. Nehmen wir das ganze doch mal auseinander:

 

Das Kambium selbst ist gar nicht einfach so mit dem Messer zu ernten.

 

Diese Schicht, namens Kambium, welche für das Dickenwachstum bestimmter Pflanzen zuständig ist, ist mikroskopisch dünn.

 

Das was viele in überlebenstaktischer Euphorie ernten ist also in der Regel nicht nur das Kambium sondern Bast. Bast an dem unweigerlich das Kambium klebt. Bast ist die Schicht die direkt über dem Kambium liegt. Die Schicht direkt unter dem Kambium ist ...Holz...Wer hätte das Gedacht!Und diese Holzschicht ist ganz direkt unter dem Kambium durchaus noch weich, besteht aus noch nicht hartem Holz.

 

Genau hier haben wir dann den ersten Beweis für die These der Überlebenstaktiker: Ja im Bast und dem Holz ist Zucker.....Naja...Zellulose um genau zu sein.

 

Zellulose ist ein Polysacharid oder auch Polyose oder besser bekannt als Mehrfachzucker. Hört sich ja erst mal gut an.

 

 

Aber leider sind wir Menschen solche Wesen die man „Monogastrier“ schimpft. Also Lebewesen mit einteiligen Mägen.

 

Und die haben nun folgendes Problem:

 

Zellulose (unteranderem auch Lignin und Pektin) können Monogastrier nicht aufspalten. Die Zellulose in der Bushcraft-Bast-Spaghetti ist also nichts als Ballaststoff. Gut für die Defäkation aber nichts für die Nährstoffzufuhr.

 

Eine schöne Überleitung: Es gibt durchaus auch Monogastrier die Zellulose aufspalten können um somit Ihre Brennwert-Bilanz aufrecht im positiven Bereich zu halten .

 

Dafür machen die sich bestimmte Bakterien zunutze die ihnen dabei helfen.

Darmbakterien...

 

 

....Hasen beispielsweise fressen ihre Fäzes um ihr fehlendes Enzym zum spalten der Zellulose zu kompensieren. Davon möchte ich aber entschieden abraten. ...obwohl.....Nein. Tut es bitte nicht!
Nun wurde ich vor einiger Zeit darauf Aufmerksam gemacht, dass Kambium aber einen Stoff enthält der sich Xylit nennt. Ein Zuckeralkohol der tatsächlich auch einen gewissen Nährwert für den Menschen aufweist. Aber bevor nun Angst aufkommt, dass die Rinden junger Bäume jetzt voreilig geschält werden, kann ich Entwarnung geben. Xylit in einer Menge die einen nennenswerten Nutzen für uns hätte, ist durch die Bast-Ernte (mit der winzigen Kambiumschicht) nicht zu erreichen. Das funktioniert schlichtweg nicht. Wir reden bei Xylit von einem Brennwert von ca. 240kcal AUF 100 GRAMM Davon sind 99g KH, 0g Fett und 0g Eiweiß. Nicht gerade das was man als sinnvolle Notnahrung bezeichnen würde. Vor allem wenn wir uns mal vor Augen halten wie viel Tonnen Bast wir zu uns nehmen müssen um auf 100g Xylit zu kommen. Ob es nun Tonnen sind das weiß ich nicht. Aber ich denke/hoffe, der Irrsinn hinter der Aussage: „Im Kambium ist Zucker und deshalb essbar“, wurde hier deutlich aufgeführt.

 

ESSBAR ist eine ganze Menge. Auch die eigene Fäzes. Aber macht dies Sinn? Ich befürchte …..Nein!
Dieser ganze Kambium-Quatsch hat vielleicht auch einen ganz einfachen Hintergrund. Immer wiedermal liest man von Kambium-Mehl das die Menschen vor X-Hundert Jahren und in Notzeiten verspeist hätten. Nun....Der Bast wurde tatsächlich zermahlen um vorhandenes Mehl zu strecken. Dazu hat man aber auch Holzspäne hergenommen.

 

Warum kam eigentlich noch keiner auf die tolle Idee, den Welthunger mit Dachlatten zu bekämpfen? Ich weiß es nicht.

 

Ich hoffe ihr nehmt mir nicht übel wenn ich den Traum, vom Kambium als adäquates (Not-) Nahrungsmittel zerstören muss. Aber es ist einfach ein Blödsinn der sich wacker in den Köpfen festgesetzt hat. Ich fordere hiermit: „Stop eating bark and bast fibre“ Oder: Wenn schon dann bitte möglichst mit Anspruch auf erhoffte Effizienz beim Wiederverzehr der eigenen Fäzes.

 

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Ausrüstung für den Einsteiger

 

Zu kaum einem anderen Thema, gibt es die Menge an Fragen, wie zur Ausrüstung.

 

Es ist ganz einfach in einem Zelt zu übernachten, leider rückt man mit diesem aber auch ein ganzes Stück aus der Natur weg. Von einem wunderschönen Sternenhimmel hast Du nichts wenn Du im Zelt liegst. Trotzdem benötigst Du auch einen Schutz vor Regen.

 

Es bietet sich an, ein Tarp zu benutzen. Tarp´s sind Planen aus Wasserfestem Gewebe, zumeist leichter als ein Zelt und im Idealfall mit Schlaufen und Ösen versehen. Das Tarp wird ganz nach Situation und Örtlichkeit, entsprechend aufgespannt und bietet so, einen effektiven Schutz vor Wind und Wetter. Ein Gestänge wie bei einem Zelt ist nicht von Nöten, dafür findet man Stöcke und Äste mit denen die verschiedensten Tarp-Konstruktionen aufgebaut werden können.

 

Das Tarp ist nur ein Teil der Ausrüstung, die für eine Abenteuertour sehr hilfreich sein kann.

 

In der folgenden Auflistung, findest Du Gegenstände die für Dein Bushcraft-Abenteuer sehr nützlich sein werden. Natürlich sind die folgenden Empfehlungen auch nur als solche zu verstehen, schließlich hat jeder seine ganz eigenen Vorlieben. Aber für alle die wenig Erfahrung besitzen kann folgendes sehr hilfreich sein.

 

Mit diesen wenigen Gegenständen, besitzt Du schon die Basis für alle großen und kleinen Abenteuer. Ganz egal ob für einige wenige Stunden oder für eine ganze Woche! Vergesse dabei aber bitte nicht: Wenn Du über Nacht bleibst dann brauchst Du noch einen Schlafsack und eine Isomatte. Das ist aber ein eigenes, sehr Zeitfüllendes Thema ;-)

 


der topf

 

Du fragst Dich vielleicht jetzt: „Was? Ein Topf?“ Ja! Ein Topf ist verflucht wichtig.

Bei der Auswahl eines Topfes gibt es einige Dinge zu beachten. Er sollte groß genug sein, um dein Wasser abzukochen, eine vollwertige Mahlzeit darin zu Kochen und gleichzeitig klein genug sein, um ihn gut mitschleppen zu können. Ein Kochtopf aus der Küche ist sicher nicht verkehrt, etwas groß vielleicht aber durchaus machbar, wird aber mit seinen Kunststoffgriffen, am Lagerfeuer an seine Grenzen stoßen. Also achte darauf, dass der Topf keine fest verbauten Kunststoffteile besitzt. Im Camping Fachhandel findest Du eine Vielzahl an Töpfen und Pfannen für den Outdoor-Einsatz. In den letzten Jahren ging allerdings der Trend zu immer leichteren Töpfen aus Aluminium. Diese Töpfe sind meistens mit einer Beschichtung ausgestattet, ähnlich wie bei der heimischen Bratpfanne. Diese Beschichtungen werden im Feuer und der Glut, nicht lange halten. Die Beschichtung wird sich ablösen und sich mit dem Wasser oder den Speisen vermischen. Ein Topf aus Edelstahl ist die beste Wahl. Auch Titan ist super, wenn auch die Wärmeleitfähigkeit nicht so gut ist wie die eines Edelstahl Topf. Einen Topf aus Stahl kannst Du auch mal zu lange in der Hitze lassen. Das Feuer wird einen Stahltopf nicht so leicht zerstören. Ein Aluminiumtopf kann dagegen schmelzen, auch wenn das nur sehr selten passiert, da der Topf dann schon sehr lange, ohne Inhalt im Feuer stehen müsste. Aber glaube mir: - Du wirst anfangs öfter Dein Topf im Feuer vergessen.

 

Die wasserflasche

 

Eine Flasche oder ein verschließbares Gefäß zum Transport von Wasser ist mindestens genauso wichtig, wie das Wasser selbst.

Ohne Wasser überlebt der Mensch nur wenige Tage. Natürlich könntest Du jederzeit dein Abenteuer abbrechen, Heim fahren und hast dann Kühlschrank, Wasserleitung und Softdrinks in Hülle und Fülle.Aber das wollen wir nicht! Wir wollen RAUS. Also nimmst Du einfach eine Wasserflasche mit und sorgst dafür, dass diese immer mit Trinkwasser gefüllt ist. Einen Topf zum abkochen von Trinkwasser hast Du ja schon.

Bei der Wahl der richtigen Trinkflasche gibt es weit weniger zu beachten als bei deinem Topf. Nach Möglichkeit sollte die Flasche nicht aus Glas sein. Glas geht zu schnell kaputt. Im Camping Fachhandel findest Du Flaschen aus Kunststoff, Holz, Emaille bis hin zu Edelstahl und Titan, in allen erdenklichen Farben, Formen und Preislagen. Was davon Du letztlich wählst, ist ganz deinem Geschmack und deinem Geldbeutel geschuldet.

Aber bedenke: Solltest Du eine Metallflasche wählen, weil Du darin auch am Feuer direkt deinen Tee zubereiten möchtest, achte darauf, dass es möglichst keine doppelwandige Flasche ist. In einer doppelwandigen Flasche lässt sich nur sehr schlecht kochen und oft reißen diese dann an den Nahtstellen weil sich in der Zwischenschicht ein enormer Druck durch die Hitze des Feuers aufbaut.

Ideal wäre natürlich eine Flasche die genau in deinen Topf hinein passt. Auch diese kombinierbaren Topf/Flasche Sets gibt es. Ein Beispiel ist die Nalgene-Oasis Flasche und ein Standard Edelstahlbecher in Nierenform mit ca. 500ml. Fassungsvermögen.

das tarp

 

Schutz vor Wind und Regen, ein Hilfsmittel um dein Gepäck trocken über ein Gewässer zu bringen, Schutz vor der Sonne, ein Hängesessel oder für den Transport von Laub für dein Waldläuferbett. Alle diese Dinge und noch viel mehr ermöglicht dir das Tarp. Ein gutes Tarp ist mindestens 2 Meter mal 1,5 Meter groß und besteht aus einem robusten und Wasserfesten Material. Je größer das Tarp ist, desto vielfältiger ist es. Um die Hängematte unter das Tarp zu spannen, sollte das Tarp wenigstens so lang sein, wie die Hängematte selbst. Sonst Regnet es in das Kopf oder Fußteil hinein. Aber mit der Größe, steigt auch das Gewicht! Hochwertige Tarps´s wiegen bei einer Größe von 3x3 Meter, gerade einmal 700 Gramm!

Die Wasserfestigkeit wird maßgeblich durch das Material bestimmt. Kunststoffe mit PU oder Silikonbeschichtungen sind leicht und gleichzeitig, sehr Wasserfest. Dafür sind sie nicht so stabil. An Dornen und spitzen Ästen ist also entsprechende Vorsicht geboten. Ebenso Anfällig sind diese Materialien bei Funkenflug und Feuerhitze. Ein Tarp aus schweren Baumwollstoff hingegen, ist unempfindlich gegen Funkenflug, bietet eine ausreichende Wasserfestigkeit, ist dafür aber ein vielfaches schwerer als ein Tarp aus Kunststoff. Letzten Endes ist es aber deine Entscheidung was Du benutzen möchtest. Einigen Bushcraftern und dazu zähle ich mich auch selbst, reicht ein einfacher Regenpocho, der sich zu einer Plane ausseinanderknöpfen lässt. Einfach ein Knoten um die Kapuzenöffnung und schon hat man eine kleine Tarpähnliche Plane. Ich empfehle aber gerade für die Anfangsphase in der man in dieses Hobby hineinschnuppern mag eine einfache Abdeck/Gewebeplane aus dem Baumarkt zu besorgen. Diese Planen sind absolut Wasserdicht, bieten ein fantastisches Größen- und Gewichtsverhältnis und kosten in den Größen um die 2x3 Meter, nur sehr wenig Geld. Du wirst sehr viel Freude an dieser Plane haben und schnell feststellen, was Dir für eine eventuelle Neuanschaffung wichtig ist.

das messer

 

Dein Messer ist ein Werkzeug, mit dem Du wahnsinnig viel schaffen kannst! Bei den handwerklichen Aufgaben, die in der Wildnis auf dich warten, ist das Messer eine große Hilfe. Bei einer Wanderung, beschränkt sich der Einsatz eines Messer auf wenige Aufgaben: Nahrung zubereiten und zum Spaß einige Stöckchen anspitzen. Bei einem Bushcraft-Abenteuer aber, musst Du Seile kappen, Wurzeln spalten, Äste ablängen um sie später in Form zu schneiden. Du musst Kerben, Ösen, Federn und Nuten in das Holz bringen. Rinden und Pflanzenteile separieren, Werkzeuge herstellen und eine ganze Menge mehr. Bei der Auswahl des richtigen Messer, gibt es einige wenige Dinge zu beachten. Aber diese Dinge sind sehr wichtig!

 

Es empfiehlt sich, ein Feststehendes Messer zu benutzen. Natürlich sind die meisten Arbeiten auch mit einem Taschenmesser, mit klappbarer Klinge, zu erledigen, doch ist dafür ein hohes Maß an Übung und Erfahrung vorausgesetzt. Wenn Du also schon DEIN Messer gefunden hast und damit sehr vertraut bist, kannst Du die folgenden Tipps, getrost überlesen. Das Messer sollte nicht nach der Optik ausgewählt werden. Oft sind die pompösesten Messer, die schlechtesten. Es gibt verschiedene Anschliffarten bei einem Messer. Egal für welchen Anschliff Du dich entscheidest: achte unbedingt darauf, dass er die Schneidfähigkeit nicht behindert. Ein Flachschliff beispielsweise ist am effektivsten wenn er bis zum Klingenruecken hoch geschliffen wurde. Endet der Flachschliff an halber Höhe der Klinge, entsteht ein zu großer Winkel um eine wirklich Schneidfreudige Geometrie zu gewährleisten, es sei denn es wird hier ein leichter Hohlschliff angebracht, der wiederum die Stabilität herabsetzt. Anders sieht es bei dem derben Flachschliff aus, der sogenannte Scandi-Schliff. Dieser endet zwar meist schon vor der Hälfte der Klingenhöhe, ist allerdings bis in die Schneide hinein ausgeschliffen. Das heißt: er besitzt im Idealfall, keine Schneidfase. Dieser Anschliff ist im Bereich der Holzbearbeitung, überaus effektiv! Ist der Klingenstahl aber zu Dick, büßt auch dieser Anschliff an Effektivität ein. Du siehst: Dieses Thema ist viel zu umfangreich, um es kurz zu fassen. Die Stahlwahl, ist ein ebenso großes Thema. Oft aber wird die Frage nach dem richtigen Messerstahl ein wenig überbewertet. Wichtig ist allerdings zu wissen ob Du einen rostenden Carbonstahl oder lieber einen Rostträgen Edelstahl nutzen willst. Im Grunde ist das eine Geschmacksfrage, rostende Stähle werden im allgemeinen, ein wenig schärfer als die Edelstähle. Also mache dich lieber frei von der Stahlfrage. Kein rostender Stahl wird dir kaputt rosten. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein rostender Stahl, ein Mehr an Pflege benötigt damit Du lange Spaß an deinem Messer hast. Es gibt eine Fülle an Büchern, Foren und Internetseiten, die diese Themen aufgreifen und meist enden die Fragen um den richtigen Stahl und dem richtigen Messer, in regelrechten Glaubenskriegen. Wir aber wollen einfach nur ein Schneidwerkzeug das lange hält und mit dem wir sicher und effektiv arbeiten können.

 

Empfehlenswert und über jeden Zweifel erhaben, sind die Handwerksmesser der schwedischen Firma Mora. Günstig, effektiv und vor allem haben diese Messer, nicht umsonst, eine große Tradition im Bereich Bushcraft.

 

 

 

beil oder säge?

 

Neben dem Messer, mit dem die feine Holzbearbeitung ein regelrechtes Kinderspiel wird, ist ein Beil für die groben Aufgaben die Wahl Nr.1. Ob man nun ein Beil oder eine ausgewachsene Axt benötigt, wird alleine durch den Anwendungszweck bestimmt. Große Bäume und Feuerholz für mehrere Tage, werden am besten mit einer Axt geschlagen. Ein Beil ist weitaus kürzer und leichter als eine Axt und ist somit der ideale Begleiter für Touren mit langen Fußmärschen. Die Wahl des richtigen Beils ist entscheidend für die Arbeit der nächsten Jahre. Ein Beil kauft man nicht alle 2 Jahre neu! Also wähle mit Bedacht und lasse dich nicht von Design und Markennamen beeinflussen. Fasse das Beil vor dem Kauf an, versuche zu ergründen ob es dir passt und verlasse Dich nicht auf die Empfehlungen anderer. Eines solltest Du in jedem Fall meiden: Die Preisgünstigen Beile und Äxte aus dem Baumarkt. Natürlich bekommt man auch mit diesen Beilen, sein Holz zerkleinert. Der Bushcrafter benutzt sein Beil aber nicht nur zum Feuerholz bereiten. Ein Bushcraft-Beil muss lange scharf bleiben, eine gute Spaltfähigkeit aufbringen die es ermöglicht, Holz kontrolliert zu spalten und gleichzeitig muss es in der Lage sein, feine Arbeiten zu erledigen. Erfahrene Bushcrafter, bauen mit ihrem Beil ganze Boote. Oder Schüsseln und Tassen aus Holz.

 

Achte darauf, dass Du das Beil, weit oben am Kopf fassen kannst und es in dieser Position, angenehm zu führen ist. So erledigst Du anfallende Schnitzereien sofort, ohne das Beil weglegen zu müssen um dein Messer zu benutzen.

 

Ein Stiel um die 30 Zentimeter hat sich bewährt und lässt sich ohne Probleme in den meisten Rucksäcken mitführen.

 

Eine sehr sinnvolle Ergänzung zu deinem Beil, ist die Säge. Eine Säge macht das Arbeiten mit Holz zu einem wahren Vergnügen. Im Handel gibt es eine riesige Auswahl an Handsägen. Sinnvoll ist es eine Säge zu wählen, deren Sägeblatt Einklappbar ist. Das spart Platz im Gepäck und bietet Sicherheit beim Transport. Mit so einer Säge lassen sich große Projekte verwirklichen. Bein dicke Stämme sind mit der Säge oft einfacher zu teilen als mit dem Beil. Zumindest ist so, eine gerade und saubere Schnittkante gewährleistet. Du solltest dich mit Deiner Säge unbedingt auseinandersetzen. Während das eine Sägeblatt nur auf Zug sägt, sind andere Zahnungen des Sägeblatts auf Druck sehr effektiv. Das ist wichtig zu wissen, sonst kann es sein, dass dir ein Zug-Sägeblatt, auf Druck verbiegt oder bricht. Was besser ist, hängt von dem zu sägenden Material ab. Ich empfehle Zugsägen, diese verhindern, dass bei falschem Druck, das Sägeblatt verkantet. Die Sägearbeit auf Druck, benötigt einfach ein ganzes Stück Erfahrung und können. Wenn Du es üben willst, empfehle ich ein langsames herantasten, am besten unter Anleitung.

 

Mit Beil, Säge und einem Messer, lassen sich alle erdenklichen Bauten aus Holz herstellen. Ganze Blockhütten können mit diesen Drei Werkzeugen gebaut werden. Zu Beginn wird es dir sicherlich schwer fallen einzuschätzen ob Du alle Werkzeuge für dein Vorhaben benötigst oder nur eines. Die nötige Erfahrung kommt aber schon sehr bald und gerade als Anfänger solltest Du lieber ein Beil und eine Säge umsonst mit im Gepäck haben, als nachher eines dieser Werkzeuge zu vermissen. Schließlich musst Du als Bushcrafter sowieso nicht viel Gepäck mit Dir führen.

 

der firesteel

 

Der Funkenstab hat viele Namen: Feuerstahl, Firesteel, Fire Rod, Funkenstahl, Mischmetallstab und bestimmt habe ich noch einige Namen vergessen. Ganz falsch, bzw. Irreführend, ist der Begriff Feuerstahl. Ein Feuerstahl ist ein Stück Stahl der an einer scharfen Steinkante entlang geschlagen wird um Funken zu erzeugen. Richtig, wenn auch wenig abenteuerlich, ist der Begriff Mischmetallstab oder Zündstahl. Der Funkenstab ist ein Stabförmiges Stück Metall aus einer ganz bestimmten Legierung. Enthalten sind neben Eisen, vor allem seltene Erden. Die für die Pyrophore, also Feuertragende Eingenschaft dieser Feuerstarter sorgende seltene Erde nennt sich Cer. Durch das abschaben von Material, mit einer scharfen Kante, reagiert das Cer mit der Reibungsenergie und dem Sauerstoff der Umgebungsluft und es entstehen enorm heiße Funken die bis zu 3000 Grad Celsius heiß werden. Fallen diese Funken auf einen geeigneten Zunder, zum Beispiel Birkenrinde, Harz oder getrocknete Flugsamen, entzündet sich der Zunder und man erhält eine offene Flamme. Das Lagerfeuer ist also gesichert. Der Unterschied zwischen einem Mischmetallstab und einem Zündstahl, ist in der Legierung zu finden. Zündstähle bestehen aus Auermetall mit 70% Cer und 30% Eisen. Mischmetallstäbe dagegen bestehen aus einem sehr geringen Teil Eisen und bis zu 90-95% seltene Erden. Dabei ist zu beachten, dass bei einem Mischmetallstab nicht nur Cer, sondern auch andere Metalle der seltenen Erden enthalten sind. Was besser ist kann man nicht sagen. Mischmetallstäbe sind etwas weicher und die Funken glühen ein wenig länger, Auermetallstäbe dagegen sind etwas härter , die Funken sind aber ebenso heiß und effektiv. Zundstähle der bekannten Firma Light my Fire übrigens, bestehen aus Auermetall und genießen einen sehr guten Ruf. Natürlich sind Streichhölzer und Feuerzeuge, die wohl einfachste Methode ein Feuer zu entfachen. In der Wildnis aber, kommt es oft anders als geplant. Das Gepäck könnte Nass werden oder die Temperaturen sind so tief, dass Gasfeuerzeuge ihren Dienst quittieren. Oder das Feuerzeug ist ganz einfach in genau dem falschen Moment leer. Ein Funkenstab hingegen funktioniert immer, selbst wenn er nass ist oder aber auch bei extremster Kälte. Mit so einem Teil sind Tausende Feuer zu entfachen, er kann Jahre durchhalten und man sieht auf den ersten Blick, wie weit die Abnutzung schon forangeschritten ist. Im Fachhandel bekommt man diese Funkenstäbe zu kaufen und es wird schnell klar, dass es enorme Preisunterschiede gibt. Der ausschlaggebende Kostenfaktor ist der Anteil an Seltenen Erden. Man könnte also annehmen, dass die günstigen Funkenstäbe, nicht so funkenfreudig sind als die teureren. In der Praxis sieht es allerdings ein wenig anders aus. Die allermeisten Funkenstäbe funktionieren gut genug um den Zunder zu entfachen. Ein viel wichtigerer und dann auch entscheidener Faktor, ist der Schaber mit dem das Material vom Stab abgetragen wird. Und natürlich auch der Anwender selbst. Üben Du musst! Ganz wichtig! Achte bitte darauf, dass nagelneue Funkenstäbe mit einer dünnen, schwarzen Schutzschicht versehen sind. Diese kratzt Du vor dem ersten Gebrauch einfach herunter. Sehr gute Stäbe mit wirklich guten Schabern, erhältst Du von dem schwedischen Hersteller „Light my Fire“

erste hilfe

 

Mit das (hoffentlich) am wenigsten benötigte und doch, mit das wichtigste Ausrüstungsstück, stellt das Erste Hilfe Set dar. Ohne die Standards eines Erste Hilfe Sets geht man nicht in die Wildnis.

Du brauchst auch überhaupt nicht viel mit dir herum schleppen. Einige Pflaster, eine Mullbinde, Kompressen und eine Rettungsdecke, reichen vollkommen aus.

Die Grenze nach Oben ist natürlich offen. Es gibt Bushcrafter die eine halbe Apotheke mitschleppen und das ist Nichtmal unsinnig! Was aber überhaupt keinen Sinn macht, ist es Dinge einzupacken deren Benutzung man nicht beherrscht oder bei deren Benutzung eine medizinische Ausbildung vorausgesetzt wird. Infusionsbesteck, Intubationsbesteck und Wundnahtmaterial gehören in die Schränke der Notaufnahme und in den Notarztkoffer. Diese Eingriffe machen in der Regel mehr kaputt als sie nutzen wenn man nicht ganz genau weiß, was man wann zu tun hat!

Es gibt eine ganze Menge Erste Hilfe Sets zu kaufen, oft in Wasserfesten Taschen oder Beuteln. Und oft auch sehr kostspielig. 30-50€ wird man dann schnell los und der Inhalt ist meist keine 10€ wert. Ich empfehle den Einkauf einzeln, in der Apotheke. So bekommt man für unter 10€ eine perfekt ausgestattete Erste Hilfe Ausrüstung mit der man sehr gut gerüstet ist. Von dem gesparten Geld kann man sich eine geeignete Tasche kaufen und einen Erste Hilfe Kurs belegen.

Natürlich ist die Erste-Hilfe nur eine Notfallversorgung und ein Arztbesuch ist dadurch nicht zu ersetzen! Medikamente gehören nur dann in das Erste Hilfe Set, wenn Du sie auch wirklich benötigst! Asthmatiker oder insulinpflichtige Diabetiker sollten niemals ohne ihre Medizin das Haus verlassen. Eine Kopfschmerztablette kann Sinnvoll und nützlich sein, ist aber nun wirklich kein Muss für ein Erste Hilfe Set! Neigst Du allerdings zu Kopfschmerzen, sieht das wiederum ganz anders aus! Oft werde ich gefragt: „ Soll ich Schmerzmittel für eventuelle Verletzungen oder Knochenbrüche einpacken?“ Die Antwort ist Nein! Schmerzmittel die bei Knochenbrüchen etc. wirksam sind, fallen in der Regel unter die Rezeptpflicht oder sogar unter das Betäubungsmittelgesetz und haben nichts in einem Erste Hilfe Set zu suchen. Ein Beispiel für ein sinnvolles und preisgünstiges Erste Hilfe Set, welches Du immer dabei haben kannst weil es nicht zu groß ist, will ich dir jetzt auflisten. Die Produkte erhältst Du in jeder Apotheke und oft auch in Drogeriemärkten.

 

  • Einige Wasserfeste Pflaster

  • 1x Mullbinde steril verpackt

  • 2x Mullkompressen 10x10cm. steril Verpackt

  • 1x Isothermische Rettungsdecke

  • ca. 50cm. Stabile Schnur zum fixieren von Verbänden oder Schienen, oder oder oder....

  • 1x Dreieckstuch

  • 1x kleine Rolle Heftpflaster

  • 1Verbandpäckchen (auch für Brandwunden)

     

Wie Du siehst ist es nicht viel Material. Aber genau diese wenigen Gegenstände können bei richtiger Anwendung, lebenswichtig sein. Aber auch bei sehr kleinen Verletzungen ist solch ein Set einfach nur goldwert. Es ist auch nur die Basisversion eines Erste Hilfe Set. Wenn Du noch Platz in deiner Tasche findest, kannst Du dein Set mit weiteren Gegenständen erweitern. Einmalhandschuhe, Silberkompressen, Wunddesinfektionsmittel, Blasenpflaster, spezielle Wundauflagen...und und und!

Auch Tampon und Firesteel können Platz in so einem Set finden und schon hast Du ein personalisiertes Allround-Survival-Kit!

Aber packe niemals Gegenstände ein die Du nicht kennst und von denen du höchstens mal gelesen hast, deren Benutzung dir aber schleierhaft ist.

 

Das war es schon. Es gibt noch 1000 mehr nützliche Helfer wie Taschenlampe, Klopapier und Packsäcke in allen möglichen Ausführungen. Die Gegenstände die ich Dir hier aufgezählt habe, stellen jedoch die Basis dar, die in der Regel nicht vorhanden sind und die bei Einstieg in das Hobby gekauft werden müssen. Gebt nicht allzu viel Kohle aus, fangt klein an und vertraut darauf wenn ich Euch verspreche: Die ersten Käufe werden nicht die letzten sein. Also nicht unbedingt zu Beginn den teuersten Titan-Topf und das handgemachte Messer für 400 Euro anschaffen. Lernt Euch kennen und vor allem Eure Bedürfnisse. Die sind nämlich am Laptop ganz anders gesteckt als dann tatsächlich auf Tour ;-)

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Freshe Preise in der Laufbursche Charity-Tombola

 

Die Story hinter Laufbursche dürfte mittlerweile in der Outdoor-Szene allgegenwertig bekannt sein. Alle die nicht wissen was passiert ist und vorallem auch wer der Laufbursche ist, sollten unbedingt mal bei www.ilovelaufbursche.de vorbei schauen.

 

 

Eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse: (Zitate von ilovelaufbursche)

 

 

 „Der Inhaber und Begründer der Kölner Ultraleicht-Manufaktur 'LAUFBURSCHE’,Mateusz Szultk, ist leider an Krebs erkrankt. Er unterzieht sich deshalb zur Zeit einer anstrengenden Chemotherapie mit vielen unerwarteten Nebenwirkungen und Komplikationen. "

 

 

"Angesichts dieser Tatsachen muss Mateusz die Rucksackproduktion und den Online-Shop für einen ungewissen Zeitraum einstellen und mit einem erheblichen Einkommensausfall zurecht kommen - zusätzlich zu der Bürde der schweren Erkrankung. Für ihn als Selbstständigen gibt es in dieser Situation keine weitere finanzielle Unterstützung, z.B. von staatlicher Seite."


"Mit Eurer Spende ermöglicht Ihr, dass er seine einzigartige Manufaktur weiterführen kann, sobald er den Kampf gegen den Krebs hoffentlich erfolgreich überstanden hat!"

 

 

Die Spendenaktion für den Laufbursche läuft mittlerweile einige Monate und wir wissen aus zuverlässiger Quelle, dass noch immer dringend Geldspenden benötigt werden.

 

 Vor allem die Ultralight-Szene hat sich zusammengerottet und es sind einige wirklich abgefahrene Aktionen angelaufen. So gab es die Charity-PIMPE, eine höllisch scharfe Sauce (mein Gott die ist sooo lecker) die es in leider viel zu kleiner Auflage zu kaufen gab und deren Erlös in den Spendenpool floss und selbst ein Laufbursche-Charity-Bier wurde in feucht fröhlicher Gesinnung hergestellt.

 

Zugegeben: Die Tragik hinter der ganzen Geschichte ist damit nur für den Moment gestillt. Aber sei es drum.

Ab Morgen, also ab Sonntag dem 27.11.2016 startet eine Charity-Tombola bei der jeder mitmachen kann und bei der es ziemlich „freshe“ Preise zu gewinnen gibt.

 

Insgesamt werden 15 Preispakete verlost und vom Holzvergaser-Hobo, Biwaksack, Iso-Matte, diverse Messer, Taschenlampen, Kocher-Sets bis hin zu einer Fotoknipse, ist allerlei dabei was für den Outdoor-Lifestyle spannend ist.

 

 

Die Lose für diese Tombola müsst Ihr nicht kaufen, Ihr müsst ledglich 5 Euro, mehr geht natürlich auch :-) , an den Laufburschen spenden und einen Screenshot der erfolgreichen Buchung an den Ausrichter der Tombola schicken. So nehmt Ihr an der Verlosung der Sachpreise teil.

 

Wir halten das für eine sehr gelungene Aktion und möchten alle Interessenten bitten: Nicht lange Überlegen! 5€ für ein Los sind echt nicht zu viel ! Vor allem bei der Masse an Preisen.

 

 

 

 

Die Verlosung findet bei www.worldwide-outdoor-experience.de statt und läuft offiziell ab dem 27.11.2016 an.

 


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Energie auftanken auf harten Touren. Der Energy-Cake bringts!

Der Energy-Cake, oder: Warum die Erbswurst was für Pussys ist!

Nehmt mir bitte meine Art nicht übel. Eigentlich bin ich ein ganz netter und sehr umgänglich. Wenn es aber um das Thema Ernährung, vornehmlich auf Tour, geht.......  

Es kursiert eine ganze Menge Blödsinn in den Köpfen der Leute was die Ernährung angeht. Fast schon ein wenig lustig bedenkt man, dass gerade von denen die sich am "dreckigsten" ernähren, die "besten" Argumente kommen. Es geht sogar so weit, dass es mich ein wenig daran erinnert, wie Anhänger der Flacherde-Theorie, gestandenen Wissenschaftlern erklären warum die Erde eine Scheibe sein MUSS!


Aber nun genug von meinem kleinen verbalen Ausrutscher. Leben und leben lassen! 

Ich möchte heute ein Produkt vorstellen. Ganz ohne Werbevertrag oder Sponsoring. Ich kaufe dieses Produkt ganz alleine, was angesichts der Marketingwellen im Netz durchaus erwähnenswert ist 😉

Es dreht sich heute um den "Energy-Cake"

Dieser Riegel ist ein Produkt der Firma ELF-Vital die ansässig in Wien ist. Ich empfinde diese Info als sehr wichtig, da wir ja schliesslich vermeiden wollen, gute Energie-Quellen aus Übersee importieren zu müssen. Ein Flap-Jack aus Europa! Perfekt. Und ja, richtig gehört! Es handelt sich hierbei um einen Flap-Jack, einen von Hand gefertigten Haferriegel. 

Fangen wir mit den Facts an. 

Die Zutatenliste (Sorte: Original) ist sehr übersichtlich, was mir direkt gefällt!

Zutaten: Haferflocken, Invertzuckersirup, pflanzliche Öle (Palmöl, Rapsöl, Wasser, Salz). 

Das war es schon! 


Die Flapjacks kommen in Barren die in einer dünnen Folie verpackt, ca. 125 Gramm wiegen. Jedenfalls steht das so auf der Packung. Da die Teile aber von Hand gefertigt werden und das nicht immer so 100% hinhaut mit den Mengen, bekommen wir am ende des Tages etwas mehr für unser Geld. Meine Küchenwaage zeigt in der Regel zwischen 130 und 140 Gramm an.    PRIMA

Geschmacklich gehen die Energy-Cakes auch voll klar. Eigentlich esse ich sie sogar verdammt gerne. Jeder der auf Süss steht, wird diese Teile einfach nur lieben. 

Aber weg vom Geschmack, hin zu den wichtigen Facts:

Die Nährwerte!

Nährwerte sind das was am allerwichtigsten an einem Nahrungsmittel ist. Snickers und Erbswurst schmecken auch, habe ich mir sagen lassen. Die Nährwerte sind aber beschissen!

Nicht so beim Energy-Cake! Auf 100g liefert uns der grimmige Barren:

437 kcal, 18.7g Fett (davon6.8 gesättigt), 58g Carbs und 6.4g Protein.

WOW! Bei einem 140g Riegel sind das satte:

612kcal, 26.2g Fett, 81.2g Carbs und 9g Protein.


Diese Makros muss man sich erstmal leisten können  :-)

Wenn Ihr also in einer Abspeck-Diät seid oder Euch strickt Low-Carb ernährt, werdet Ihr und dieser Riegel sicher keine Freunde.


Bin ich auf Tour, habe ich auf alle Fälle diese Riegel dabei. Natürlich dient das ganze nicht als "Alleinfuttermittel" 

Aber gerade nach Leistungsintensiven Etappen, liefert mir ein Riegel genau die Energie die ich brauche. Die Mischung aus "langsamen" und "schnellen" Carbs füllen meinen Glykogenspeicher in den entleerten Muskeln schnell wieder auf und halten lange vor. Ergo: Keine Leistungseinbrüche!  Dabei ist wichtig, dass ich nicht träge werde. Diese Eigenschaften bietet mir der Energy-Cake sehr zuverlässig. Und das beste ist: Man bekommt ihn auch ohne Literweise Wasser hinunter. Er ist eher der "saftige" Vertreter unter den Riegeln :-)

Bei einem Anteil von 9g Protein sollte das ganze auch mit in die tägliche Protein-Billanz eingeplant werden. 

Wobei die 9g sicher nicht die Schlacht entscheiden werden.

Alles in Allem ist der Energy-Cake einer der ganz grossen im Bereich Energie Lieferanten und Outdoor-Food.

Nach einem harten Workout im Gym, esse ich den Riegel total gerne aber am allerliebsten eben auf Bushcraft-Touren.

Zum Frühstück, nach harten Märschen oder im Winter kurz bevor ich in den Schlafsack schlüpfe.

Ein weiterer Vorteil ist das Packmaß und das Gewicht. 

Die Teile passen in jeden noch so vollgestopften Rucksack und zur Not eben auch in die Jackentasche. 

Das Verhältnis zu Energie und Gewicht ist fantastisch und die Ultra schnelle Verfügbarkeit (auspacken, aufessen) macht diesen Riegel für mich zu einem TOP-10 Lebensmittel auf Tour.

Vielleicht ist das auch für Euch eine Alternative zu Tütendreck und Nudel-Cups. Ich bin schon mit sehr vielen Menschen, weite Strecken gelaufen und habe Tage voll mit Bushcraft-Kram verbracht was sehr Energiezehrend sein kann. Es macht einen sehr entscheidenden Unterschied aus welchen Quellen Ihr Eure Energie für diese Beanspruchungen holt. Häufig habe ich gesehen wie einige dieser Leute Leistungseinbrüche hatten. Das ist alles andere als Witzig wenn es darauf ankommt, dass man körperlich Fit sein muss. Zumal sich das bei sehr vielen Menschen auch auf die kognitive Leistungsfähigkeit niederschlägt und auch miese Laune im Camp verbreiten kann.


In diesem Sinne:

Bleibt achtsam und probiert den Energy-Cake doch einfach einmal aus. Die Teile kosten zwischen 0.9 -1.5€ Postet gerne auch Eure Erfahrungen mit dieser und auch gerne mit anderen Energiequellen die absolut Erwähnenswert sind. 

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Brennessel Schnur herstellen.

Schnur aus Brennessel herstellen ist Pupseinfach! Kann wirklich jeder. Oft als GROSSE Kunst verschrien, verspreche ich Euch aber: Das kann jeder!

Es gibt viele Herangehensweisen und ich könnte fast ein Buch nur über die Schnurherstellung Schreiben. Aber meine Erfahrung im lehren von Bushcraft-Skills der letzten Jahre zeigte, dass diese einfache Methode von den allermeissten sofort verstanden und sehr gut, schon bei den ersten Versuchen umgesetzt wird.

Wir fangen an die Fasern, aussen am Brennesselstil zu entfernen. Wie das funktioniert und worauf Ihr bzgl. trocken und feucht etc. achten solltet, ist ein ganz anderes Thema. Für den Anfang glaubt mir, reicht es wenn Ihr Irgendein Stengel nehmt und die Fasern löst. Zum Experimentieren und trainieren, reicht das völlig aus. Einzig worauf Ihr achten müsst: Sind die Fasern matschig und reissen bei leichtem Zug, nehmt einen anderen Stengel. Aber das erklärt sich ja auch fast von selbst. Auch wie Ihr die Fasern am effektivsten entfernt will ich nicht verraten. Sonst bucht mich keine Sau mehr wenn ich alles was ich weiss im Netz verrate 😂  Spass beiseite: Probiert Euch einfach mal aus. Ihr werdet schon von selbst dahinter kommen was geht und was kagge ist 😉


Wir haben also unsere Fasern vom Stengel geschält. Wir nehmen 2 schön lange Faserstränge die nicht allzu Dünn sind.  2-4 mm. ist Super. Geht aber auf Kosten der Stabilität auch mit dünneren Strängen.


Jetzt knoten wir beide Stränge oben zusammen, so dass wir die beiden Strangenden nicht dauernd sortieren müssen. An der zusammengeknoteten Oberseite, fixieren wir die Stränge irgendwo. Entweder an einem Nagel oder ein Helfer hält alles fest oder Ihr befestigt die Stränge an Eurem Schuh. Hauptsache Ihr könnt ohne eine 3. Hand zu benötigen anfangen die Schnur herzustellen. Befestigt die Stränge so als ob Ihr anfangen wolltet zu Flechten.



Jetzt könnt Ihr wie auf meiner zugegeben sehr dilettantischen Zeichnung, anfangen zu zwirbeln. Dafür zwirbelt Ihr die beiden Stränge zwischen Euren Fingern. Den rechts liegenden Strang nach rechts verzwierbeln und dabei mit der linken Hand den links liegenden Strang nach links verzwirbeln.

Jetzt schlagt Ihr die verzwirbelten Stränge übereinander und achtet darauf, dass alles unter einem gewissen Zug passiert. Und zwar so, dass der linke Strang nun rechts liegt und der zuvor rechte nun links liegt. Und jetzt zwirbelt Ihr weiter wie vorher: Linker Strang nach links gedrillt, rechter Strang nach Rechts gedrillt. Ihr werdet dabei feststellen, dass sich der Drill erstmal wieder ENTzwirbelt. Klar, lag ja der linke Strang vorher rechts und wurde eben auch rechtsherum gezwirbelt. Aber achtet mal drauf: Es entzwirbelt sich nur bis zu dem Überschlag und nicht weiter. Das ist wichtig, da die Schnur sich sonst von alleine wieder aufwickeln würde. Also immer weiter so! Es dauert nicht lange und Eure Schnur sollte so aussehen wie auf den Fotos zu sehen. Irgendwann kommt Ihr ans Ende. Lasst Euch aber ca. 3-4 cm. Faserende stehen um Eure Schnur zu verlängern. Dazu teilt Ihr die unteren Faserstränge in 2 oder 3 Teile auf. Die neuen Faserstränge teilt Ihr ebenfalls auf diese Weise auf und steckt nun die geteilten Stränge ineinander. Wenn Ihr nun mit dem verzwirbeln fortfahrt, bildet diese Methode eine zuverlässige und sichere Verbindung und schon habt Ihr Eure Achnur verlängert.

Alles total Easy. Ich füge Bilder und Zeichnungen mit

hier bei. So könnt Ihr Euch das nochmal Ansehen was ich versuche zu erklären 😉


Auf dem Foto mit dem Rucksack, seht Ihr eine Schnur die mein Teilnehmer in wenigen Minuten aus 2 recht breiten Fasersträngen herstellte. Er hebt und transportiert damit einen 23 Kilo schweren Rucksack 😃


Viel Spass beim probieren und wenn Ihr mir danken wollt dann postet hier doch mal Eure Ergebnisse!

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Birkenrinde als Zunder

Die Birke ist schon ein toller Baum. Das wussten auch die alten Germanen. Dort zählte die Birke als Lebensbaum! Im altnordischen wurde sie Berkana genannt, wie die gleichnamige Rune. Runen hatten in der alten Tradition auch immer mystische Bedeutungen und die Bedeutung Berkanas wurde mit Frühling, Fruchtbarkeit, Neubeginn, bishin zum weiblichen Busen als Fruchtbarkeitsgleichung, besetzt. So schliesst sich der Kreis der Bedeutung des Lebensbaum. Hier soll es aber nicht um die Mystik der asentreuen Alten gehen, vielmehr um die Rinde der Birke und ihrer Eigenschaften. Neben Eigenschaften wie der antiseptischen Wirkung, der zähen Robustheit und der Wasserfestigkeit über Jahre hinweg, zählt die leichte Entflammbarkeit zu einer der am wenigsten bekannten, für eine Survival Situation aber zu einer der wichtigsten Eigenschaft.

Fragt man weshalb die Birkenrinde so gut brennt, erhält man häufig die Antwort: “ Wegen den Ätherischen Ölen “ Das ist umganssprachlich nicht falsch, jedoch sollte erwähnt sein, dass es ein Stoff namens Betulin ist der für die Brennbarkeit sorgt. Betulin ist ein sogenanntes Terpen. Terpene sorgen im übrigen auch in Harzen für deren Brennbarkeit. Terpene sind der Hauptbestandteil ätherischer Öle, pflanzlichen Ursprungs. Deshalb ist die Aussage “Die Birkenrinde brennt wegen ihrer Ätherischen Öle” nicht ganz falsch. Und wer den Anspruch hat es besser zu wissen, weiss es ja jetzt!

Schaut man sich die Birkenrinde einmal genauer an, sieht man häufig kleine, gelockte, papierartige Streifen. Auch wenn man es nicht sofort glauben mag, handelt es sich hierbei um die Borke. Hier spricht man auch von der Ringelborke. Genau diese, leicht abziehbare und Papierfeine Ringelborke, ist der perfekte Zunder. Diese feinen Fäden, fangen den Funken extrem schnell auf und wandeln ihn in eine offene Flamme um.

Der häufigste Grund für einen Misserfolg ist, dass die Birkenrinde in einem Stück und nicht in der feinen Struktur der Ringelborke, verwendet wird.  Oft hängt sogar noch das Kambium, die Nährschicht, an der Borke. In diesem Fall muss die Rinde entsprechend präpariert werden, bevor sie den Funken auffangen kann

 Am einfachsten können Sie die Rinde mit einem Messer bearbeiten. Schaben Sie einfach mit der Schneide über die weisse Borke, bis sie sich in kleinen Flocken ablöst. Schaben Sie noch ein wenig weiter bis sich ein kleines Häufchen dieser Flocken, auf dem Rindenstück angesammelt hat. Und jetzt schaben Sie noch ein wenig weiter, bis ein kleiner Durchbruch entsteht! Sie haben jetzt Birkenflocken und ein Stück Rinde mit einem Loch in der Mitte

Wie bei der Ringelborke, fangen die ab- geschabten Flocken, den Funken sehr schnell und entzuenden so die Rinde. Das Loch in der Rinde sorgt dann dafür, dass die kleine Flamme auf der Rindenoberfläche, einen Angriffspunkt hat um sich auszubreiten. Jetzt heisst es schnell sein und das Feuer weiter wachsen lassen.

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